Für Fachkräfte

Kollegiale Beratung

Egal ob medizinische, pflegerische oder organisatorische Fragen bei Ihren Palliativpatienten auftauchen: Gerne helfen wir Ihnen telefonisch weiter. Bitte wenden Sie sich werktags 9.00 bis 13.00 Uhr an unsere Geschäftsstelle, 0941/ 5676 232 und bis 18.00 Uhr an unsere Teamleitung Tel. 0170/1242820. Wenn wir nicht gleich eine Lösung finden, dann vermitteln wir den besten Ansprechpartner in unserem Team oder suchen gemeinsam nach weiteren Spezialisten.

Unterstützung und Ergänzung der palliativen Behandlung

Im Rahmen der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) unterstützt und ergänzt PALLIAMO die Arbeit von niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten und Pflegeheimen. Wichtig ist uns die enge Kooperation mit allen, die sich um den Patienten kümmern. Zusätzlich zum bestehenden Netzwerk bringt unser mobiles Palliativteam sein Spezialwissen in Palliative Care ein, um die Situation des Patienten und seiner Angehörigen zu verbessern.

Anmeldung eines Patienten bei PALLIAMO

Montag – Freitag, 9–13 Uhr

Telefon 0941 5676232

Telefax 0941 5840497

  • Bitte stellen Sie eine Verordnung für SAPV aus
    (Muster 63 – Hinweise zum Ausfüllen für niedergelassene Ärzte, für Klinikärzte).

  • Faxen Sie bitte einen aktuellen Arztbrief (z.B. den letzten Krankenhausbericht) an das Büro.

Bei dringenden medizinische Problemen und zur schnellen Klärung freier Aufnahmekapazitäten rufen Sie bitte direkt die Teamleitung an (werktags bis 18.00 Uhr) Telefon 0170 1242820

Voraussetzungen für unsere Mitarbeit:

  • Es handelt sich um eine therapeutisch nicht mehr behandelbare, progrediente Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium.

  • Es liegen komplexe Probleme vor, die die üblichen ambulanten Hilfsmöglichkeiten überlasten.

  • Meist kann der Betroffene aus eigener Kraft nicht mehr einen Arzt aufsuchen.

  • Der Patient möchte die absehbar gewordene Lebenszeit wenigstens in der vertrauten Umgebung verbringen.

  • Der Betroffene ist einverstanden mit der zusätzlichen Betreuung durch das Palliativteam.

  • Der Betroffene wohnt in unserem Einzugsgebiet.

Folgender Leistungsumfang (Kategorien) ist möglich:

  1. Beratung
    z.B. von Patienten, Angehörigen, Pflegekräften, Hausärzten, in der Regel telefonisch – keine Verordnung erforderlich! Besuch im Krankenhaus, Pflegeheim oder daheim ist möglich.

  2. Koordination:
    Ein- oder mehrmalige Hausbesuche durch ein Teammitglied (Lotse), um ein umschriebenes Problem zu verringern und die Situation daheim zu stabilisieren.

  3. Versorgung mit 24-h-Rufbereitschaft (= Teil/ Vollversorgung):
    Ein Teammitglied ist zuständig (Lotse), das Team teilt sich die Rufbereitschaft rund um die Uhr; besonders hilfreich, wenn ein Sterben daheim ausdrücklich gewünscht ist.

Alle Kategorien ergänzen Hausarzt, Pflegedienst, und weitere Hilfen, deren Tätigkeit auch weiter unverändert von den Kostenträgern bezahlt wird.

Leistungsspektrum

  • Stützende Gespräche:
    Handlungsoptionen besprechen und klären, organisatorische Hilfen, Sicherheit und Beistand in einer bedrohlichen Situation

  • Palliative Pflege:
    Angehörige oder Pflegekräfte anleiten, Medikation klären, Hilfsmittel organisieren, aufwändige Pflegeleistungen übernehmen (Portversorgung, knifflige Einläufe, Verbände bei exulzerierenden Tumoren etc.)

  • Palliative Medizin:
    medikamentöse Symptomkontrolle, auch über parenterale Pumpen, entlastende Punktionen daheim, vorausschauende Vermeidung von Krisen.

Dauer der SAPV-Verordnung

  • Auch bei weit fortgeschrittener Krankheit ist der weitere Verlauf nicht vorhersagbar. Wir bitten deshalb um einen Zeitrahmen, von mindestens vier Wochen. Erfahrungsgemäß vermeiden wir damit bei rund 75 Prozent der Patienten den Verwaltungsaufwand einer Folgeverordnung.

  • Stabilisiert sich der Patient oder entschließt er sich zu erneuter kausaler Therapie, beenden wir unsere Leistungen. Das betrifft rund zehn Prozent unserer Fälle.

Ablauf der Betreuung

  • Ein Teammitglied übernimmt als Lotse den neuen Patienten, eruiert die Probleme, schlägt zusätzliche Hilfen vor, entwickelt gemeinsam mit den Betroffenen einen Behandlungsplan und hilft gegebenenfalls bei der nötigen Organisation. Viel Zeit investiert der Lotse in Erklärungen wie Sinn der Medikamente, Umgang mit den Nebenwirkungen, Anleitung zu Pflegetätigkeiten, wenn kein Pflegedienst involviert ist, natürlicher Verlauf der vorliegenden Erkrankung und natürlicher Sterbeprozess.

  • Mindestens einmal besucht eine unserer Palliativärztinnen auch die pflegerisch geführten Patienten, um das palliativmedizinische Vorgehen zu optimieren und die Medikation zu verantworten.

  • Der Lotse bleibt zuständig für seine Patienten. In unserer wöchentlichen Teambesprechung stellt jeder Lotse die von ihm betreuten Patienten vor. Wir diskutieren gemeinsam weitere Verbesserungsoptionen. Außerdem stellen wir damit sicher, dass jedes Teammitglied die Situation des Patienten ausreichend kennt, sollte trotz vorausschauender Betreuung ein Notfall entstehen und ein anderes Teammitglied tätig werden.

  • Der Lotse hält Kontakt mit den anderen beteiligten Fachkräften insbesondere dem Hausarzt. Nur gemeinsam kann das beste Vorgehen gefunden werden.

  • Ziel ist es, die durch die tödliche Krankheit erschwerte und bedrohlich wirkende Lebenssituation zu stabilisieren. Sind die Beschwerden gelindert, der Kräfteverfall durch behutsame Unterstützung aufgefangen, dann können viele Betroffene ihre individuelle Weise finden, mit dieser extrem schwierigen Situation zurechtzukommen.

  • Wie jeder Spezialist arbeitet unser Palliativteam also in Ergänzung zur Versorgung durch Hausarzt, Pflegedienst oder Pflegeheim, gerne auch gemeinsam mit einem Hospizbegleiter vom Hospiz-Verein Regensburg e.V.

Sie erreichen uns
Montag bis Freitag von 9–13 Uhr

Telefon 0941 5676232
Telefax 0941 5840497
palliamo@t-online.de

PALLIAMO GmbH
Cranachweg 16
93051 Regensburg

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